Wallfahrtskirche St. Coloman in Schwangau bei Füssen

In Schwangau bei Füssen in Bayern steht auf freiem Felde am Fuß der Schwangauer Berge, umgeben von ein paar Bäumen, die wunderschöne Wallfahrtskirche St. Coloman. Die barocke Kirche, die ganz in der Nähe des weltbekannten Schloss Neuschwanstein steht, ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Bayerns.

In ihrer jetzigen Form entstand die Kirche im 17. Jahrhundert. Davor stand an ihrer Stelle eine kleine Kapelle zu Ehren des Heiligen Coloman, der an diesem Ort im 11. Jahrhundert bei seiner Reise nach Jerusalem eine Rast eingelegt hatte. Das barocke Bauwerk mit dem schlanken Turm und seiner perfekt proportionierten Zwiebelhaube verfügt über einen prächtig gestalteten Innenraum mit kunstvollen Stuckdekorationen auf den Decken und Wänden. Der massive Hochaltar verfügt über einen dreifachen Säulenaufbau und wird von einem gemalten Altarblatt dominiert, was den heiligen Coloman mit der Hl. Dreifaltigkeit darstellt. Schmuckvolle Votivbilder, geschnitzte Heiligenstatuen und eine Reliquie des hl. Coloman gibt es hier auch zu entdecken. Die komplett erhaltene Ausstattung und die prächtigen Dekorationen ergeben ein eindrucksvolles Gesamtkunstwerk des bayerischen Barocks.

Jedes Jahr im Oktober findet bei der Kirche das berühmte St. Coloman Fest statt. Begleitet von der Schwangauer Bevölkerung ziehen dann hunderte Reiter in Trachten auf aufwendig herausgeputzten Pferden bei einem Umzug zu der Kirche, um dem Schutzpatron des Gotteshauses zu ehren. Nach einem Gottesdienst umrunden die Reiter anschließend dreimal nach alter Tradition die Kirche und werden dabei gesegnet. Danach wird bei leckerem Speis und Trank ausgelassen gefeiert. Hier lässt sich bayerisches Brauchtum hautnah miterleben.

Die St. Coloman Kirche sollte sich niemand entgehen lassen, der in der Füssener Region unterwegs ist. Sie kann täglich besichtigt werden.

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