Die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Speiden

In Speiden, einem Ortsteil der Gemeinde Eisenberg, steht die kunstvoll ausgestattete Wallfahrtskirche Maria Hilf, die für Allgäu-Urlauber in Füssen ein reizvolles Ausflugsziel abgibt. Das Gotteshaus ist von der herrlichen Alpenvorlandschaft umgeben, die sich bei einer schönen Wanderung mit unvergesslichen Ausblicken auf die Allgäuer Berge genießen lässt.

Die Entstehung der Wallfahrtskirche Maria Hilf geht auf eine Begebenheit während des Dreißigjähriges Krieges zurück. Damals sah ein Speidener Bauer seine Tochter am Grab dreier Soldaten des Schlickschen Regiments knien, die der Pest erlegen waren. Er erfuhr von seiner Tochter, dass die drei Männer ihr während seiner längeren Abwesenheit das Leben gerettet hatten. Den Soldaten zu Ehren ließ der Bauer daraufhin 1635 eine Gnadenkapelle errichten, in welcher er eine Madonnenfigur aufstellte, die einige Zeit zuvor in seinen Besitz gelangt war. Wie im Zeller Mirakelbuch zu erfahren ist, ereignete sich bereits während des Baus der Kapelle ein erstes Wunder: Eine schwer gehbehinderte Frau konnte plötzlich wieder problemlos laufen. In den nächsten Jahren folgten viele weitere Wunder und schnell pilgerten Gläubige aus allen Landesteilen zu der Kapelle, die daraufhin durch die wesentlich größere Wallfahrtskirche ersetzt wurde, deren Einweihung 1678 stattfand.

Die prächtige Ausstattung der Wallfahrtskirche Maria Hilf dürfte alle kunst- und kulturinteressierten Allgäu-Urlauber restlos begeistern. Ein Prunkstück des Gotteshauses ist der wunderschöne Hauptaltar mit seinen Heiligenfiguren, der von dem Bildhauer Peter Heel gefertigt wurde und als Kleinod des Rokoko gilt. Auch die marmorne Kanzel, detaillierte Deckenfresken und viele Gemälde mit religiösen Motiven erfreuen die Augen der Kirchenbesucher. Das Gnadenbild zeigt die Muttergottes auf einem Thron mit dem Jesuskind im Arm. Die Kirche ist zudem ein Ort der Stille und der Andacht, der dazu einlädt, in sich zu gehen und die Gedanken schweifen zu lassen.

Rund um die Wallfahrtskirche Maria Hilf erstreckt sich die traumhafte Allgäuer Voralpenlandschaft mit ihren Wiesen, Hügeln und Bergen. Eine tolle Wanderung mit der Kirche als Ausgangs- und Zielpunkt hält vielfältige Landschaftsimpressionen und Ausblicke auf die Ostallgäuer Bergwelt bereit. Folgen Sie für diese ca. 5 Kilometer lange Tour, die einen einfachen Anspruch aufweist, einfach beim Gotteshaus der Wanderwegbeschilderung nach Zell. Kurz vor Zell biegen Sie links nach Holz ab, um in der Folge auf einer asphaltierten Straße nach Unterdolden und zurück nach Speiden zu marschieren. Während der Tour sehen Sie des Öfteren das märchenhafte Schloss Neuschwanstein in der Ferne und auch die beiden beeindruckenden Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg, die hier die Landschaft dominieren, geraten mehrfach in Ihr Blickfeld.

Nach der Kirchenbesichtigung und der Wanderung durchs Voralpenland empfiehlt sich eine Einkehr im Mariahilfer Sudhaus. Hier werden Sie innerhalb eines gemütlichen Ambientes mit köstlichen Bieren aus eigener Herstellung wie dem Mariahilfer Keller-Pils, bayerischen Brotzeiten und allerlei Allgäuer Köstlichkeiten wie Leberkäs mit Kartoffelsalat oder Apfelstrudel verwöhnt. Das Mariahilfer Sudhaus empfängt seine Gäste täglich, außer an Montagen und Dienstagen.

Eine Besichtigung der geschichtsträchtigen und prächtig ausgestatteten Wallfahrtskirche Maria Hilf ist bei einem Allgäu-Urlaub überaus empfehlenswert. In Kombination mit einer Wanderung durch das malerische Voralpenland und einer gemütlichen Einkehr im Mariahilfer Sudhaus ergibt sich ein rundum gelungener Urlaubstag mit vielen abwechslungsreichen Eindrücken.


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