Burgruine Hopfen bei Füssen

Auf einem Hügel über der "Riviera des Allgäus", dem Füssener Ortsteil und Kurort Hopfen am See, steht die Burgruine Hopfen. Diese hochmittelalterliche Burganlage ist die älteste Steinburg im Allgäu.

Die Geschichte der Burg Hopfen geht zurück bis ins 11. Jahrhundert. Wahrscheinlich war sie es, auf die sich Bischof Wigolt aus Augsburg während des Investiturstreits vor seinen Kontrahenten flüchtete. Geschichtlich bewiesen ist dies jedoch nicht. Gesichert ist dagegen, dass die Burg um 1172 in Besitz eines welfischen Dienstmannengeschlechts war. Später erwarb der Hochstift Augsburg die Burg und bis zum Jahre 1322 war sie Amtssitz des Propstamtes Füssen.

Danach verlor die Burg an Bedeutung, während des Dreißigjährigen Krieges wurde sie fast vollständig zerstört. Anfang des 18. Jahrhunderts riss man die Reste der Burg ab und verwendete das Baumaterial zum Ausbau des Klosters St. Mang. Ab 1999 begann die Stadt Füssen in mehrjähriger Arbeit die Burgreste zu sanieren, sodass heute die Gliederung der Burganlage wieder klar erkennbar ist. Der Wohnbau mit der angrenzenden Kapelle ist der Hauptbau der Anlage, davor liegt ein größerer Vorhof. Nordöstlich befindet sich noch eine kleine Vorburg. Die gesamte Burganlage ist von einer einfachen Ringmauer umgeben und frei zugänglich.

Die älteste Steinburg des Allgäus ist immer einen Ausflug wert. Insbesondere deswegen, weil man von der Burganlage aus eine herrliche Aussicht über die Stadt Füssen und die Voralpenlandschaft genießen kann.

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