Falkenstein bei Pfronten

Ein Ausflug auf den 1268 Meter hohen Falkenstein bei Pfronten kann mit der Besichtigung zweier bemerkenswerter Sehenswürdigkeiten gekrönt werden und ist eine Wohltat für Körper und Seele. Unterhalb der Burgruine Falkenstein – der höchstgelegenen Burgruine Deutschlands – befindet sich die liebevoll angelegte Mariengrotte, die 1889 als Lourdes-Grotte ausgestattet wurde.

Ein Ausflug auf den Falkenstein bei Pfronten ermöglicht die Besichtigung zweier außergewöhnlicher Sehenswürdigkeiten und begeistert obendrein mit herrlichen Weitblicken auf das malerische Voralpenland. Mehrere Wege führen auf den 1268 Meter hohen Berg. Man kann ihn beispielsweise von Roßmoss, Meilingen oder Pfronten erreichen. Von Pfronten aus gelangt man entweder über den König-Ludwig-Weg, den Maximiliansweg oder über die Südseite der Breitenberg-Bahn in Pfronten Steinach auf den Falkenstein. Ab der Zirmenbrücke bei der Breitenbergbahn benötigt man etwa eine Stunde für den nicht sonderlich steilen Aufstieg zur Mariengrotte und eine weitere halbe Stunde, um die Burgruine Falkenstein zu erreichen. Auch für den Rückweg bieten sich verschiedene reizvolle Optionen an. Naturliebhaber, kulturell interessierte Allgäu-Urlauber und auch Familien mit Kindern sollten sich die Wanderung auf den Falkenstein nicht entgehen lassen.

Das erste Highlight bei einer Tour auf den Falkenstein ist die Mariengrotte, eine hohe Gufel, die unter einer senkrechten Felswand auf der Südseite des Falkensteins liegt. Die Mariengrotte wurde liebevoll ausgeschmückt und mit überlebensgroßen Statuen, die die Gottesmutter Maria und die hl. Bernadette darstellen, ausgestattet. Es heißt, dass im 19. Jahrhundert eine Frau aus Pfronten dem damaligen örtlichen Pfarrer von ihrem Traum erzählte, in dem sie eine besondere Grotte auf dem Falkenstein entdeckte. Bei einer anschließenden Erkundung des Berges wurde diese Grotte dann tatsächlich gefunden und im Jahre 1889 als Lourdes-Grotte ausgestattet. Die Mariengrotte ist zweifelsohne ein besonderer Ort; inmitten einer stillen Berglandschaft wie aus dem Bilderbuch gelegen, lädt sie ein innezuhalten und sich seiner selbst und den Mitmenschen zu besinnen.

Etwa eine halbe Stunde später erreicht man den Gipfel des Falkensteins, auf dem Deutschlands höchstgelegene Burgruine thront. Die exponierte Höhenlage macht die Ende des 13. Jahrhunderts entstandene Burg Falkenstein zu etwas ganz Besonderem. Sie wurde 1280 im Auftrag von Graf Meinhard II. von Tirol errichtet, der mit ihr eine unübersehbare Drohgebärde in Richtung der bayerischen Herzöge aussandte, mit denen er damals um das Staufererbe im Ostallgäu konkurrierte. Zur Ruine wurde die Burg während des Dreißigjährigen Krieges, als die Tiroler Landesregierung sie , wie auch die benachbarten Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg, in Brand setzte, damit sie dem anrückenden schwedisch-protestantischen Heer nicht intakt in die Hände fiel. Im Jahr 1883 erwarb der bayerische Märchenkönig Ludwig II. die Ruine, um aus ihr eine Art zweites Schloss Neuschwanstein zu machen. Lediglich sein plötzlicher Tod 1886 verhinderte dieses Vorhaben, für das bereits erste Pläne entworfen worden sind.

Von einer hölzernen Aussichtsplattform im Burginneren bietet sich einem ein grandioser, unvergesslicher Ausblick auf den Allgäuer Königswinkel rund um Füssen und Pfronten und das Vilstal. Bei gutem Wetter lässt sich von hier sogar das Märchenschloss Neuschwanstein erblicken. Alleine schon dieser Traumblick macht einen Ausflug auf den Falkenstein höchst lohnenswert.

Die herrliche Mariengrotte, eine ganz besondere Burgruine und ein Gipfelpanorama zum Hinknien – der Ausflug auf den Falkenstein bei Pfronten hält unvergessliche Urlaubsimpressionen bereit.


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