Die Hochplatte in Buching bei Füssen

Die Hochplatte in Buching, auch bekannt als Ammergauer Hochplatte, ist ein 2082 Meter hoher Berg in den Ammergauer Alpen. Der markante, seine Umgebung deutlich überragende, Gipfel ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Wanderern und Skitourengehern.

Die Hochplatte steht etwa sieben Kilometer östlich von Füssen und überragt ihre Nachbargipfel, wie den Geiselstein, deutlich. Der breite Berg aus Wettersteinkalk bietet von seinem Gipfel aus traumhafte Aussichten auf die umliegende, herrliche Landschaft und ist ein beliebtes Ziel reizvoller Bergwanderungen. Der einfachste Weg auf die Hochplatte führt von der gemütlichen, privat bewirtschafteten Kenzenhütte auf einer Höhe von 1300 Metern aus, über die Scheinbergalpe und anschließend durch Karstgelände von Osten her auf den Gipfel. Für diese Bergtour benötigt man etwa zweieinhalb Stunden. Eine etwas anspruchsvollere, dafür aber auch noch attraktivere Tour, die wir nachfolgend noch genauer vorstellen, verläuft von der Kenzenhütte aus über das Gumpenkar und die Westseite zum Gipfel. Manche Passagen dieser Route sind mit Drahtseilsicherungen versehen. Eine Tour auf die Ammergauer Hochplatte verspricht abwechslungsreiches Genusswandern durch eine malerische Landschaft, entlang von saftig grünen Almwiesen und tiefen Wäldern.

Die wohl reizvollste und attraktivste Route auf die Hochplatte beginnt am Wankerfleck, der in einer Höhe von etwa 1140 Metern in den Ammergauer Alpen liegt. Zum Wankerfleck gelangt man am besten mit dem Kenzenbus, der einen zu jeder vollen Stunde von Halblech aus durch das Halblechtal dorthin bringt. Statt mit dem Bus lässt sich diese 12 Kilometer lange Strecke auch sehr gut mit dem Rad zurücklegen. Direkt mit dem Auto erreicht man den Wankerfleck nicht, da er zentral im Naturschutzgebiet der Ammergauer Alpen liegt und nur Forstwege zu ihm führen, die für den normalen Kfz-Verkehr gesperrt sind. Am Wankerfleck erwartet einen eine malerische Landschaft mit weitläufigen Almwiesen, die von dichten Wäldern umgeben sind. Toll sind von hier aus die Blicke auf den Geiselstein, dessen markante Nordost-Ansicht sofort ins Auge sticht. Die Bergtour auf die Hochplatte verläuft dann auch direkt unter den steil ansteigenden Felswänden des Geiselsteins entlang, der ein Paradies für Kletterer darstellt. Diese erwarten am Matterhorn des Ostallgäus, wie der Geiselstein auch genannt wird, viele verschiedene Kletterrouten unterschiedlichsten Charakters und Niveaus. Nachdem man den Sattel am Fuß des Geiselsteinsüdgrats erreicht hat, führt diese Bergtour einen auf leicht abfallenden Wegen in das schöne Gumpenkar, das mit imposanten Felsbrocken beeindruckt. Hier zeigt sich die Landschaft von einer besonders herrlichen Seite und des Öfteren begegnen einen Gämse, die in dieser malerischen Bergwelt grasen. Weiter geht es durch das sogenannte „Fensterl“, einem natürlichen Felsentor, in den Sattel zwischen Hochplatte und Krähe. Der weitere Verlauf dieser Bergtour ermöglicht pures Genusswandern durch eine der zauberhaftesten Gegenden der Ammergauer Alpen. Eine schmale Gratpassage erfordert allerdings auf einer kurzen Strecke Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Anschließend hat man den Gipfel der Hochplatte erreicht und kann grandiose Aussichten auf die umliegende Traumlandschaft genießen. Nachdem man die herrlichen Ausblicke hinlänglich genossen und sich ein wenig ausgeruht hat, folgt der Abstieg. Dieser führt am Gamsangerl vorbei, über eine dicht mit Bergkiefern bewachsene Hochfläche, bis hinunter zum Kenzenhaus, das sich auf einer Höhe von etwa 1300 Metern befindet. In dieser urigen, privat bewirtschafteten Berghütte hat man die Möglichkeit sich mit leckeren Allgäuer Hüttengerichten und herzhaften Brotzeiten zu stärken. Einst war der beliebte Märchenkönig Ludwig II., der das weltberühmte Schloss Neuschwanstein erbauen ließ, des Öfteren im Kenzenhaus zu Gast. Insgesamt benötigt man für diese Bergtour etwa 5 Stunden. Bis auf den Anstieg über das Fensterl, der stellenweise mit Drahtseilen gesichert ist und Trittsicherheit erfordert, ist diese Bergwanderung relativ einfach. Die wunderschöne Landschaft und der phantastische Ausblick, der einem auf dem Gipfel der Hochplatte erwartet, machen diese Bergtour zu einem echten Highlight.

Die Hochplatte lässt  sich ebenfalls gut vom Ammerwald im österreichischen Reutte erreichen. Am Hof Ammerwald startet diese Tour, die zunächst sehr gemütlich verläuft, bevor sich der Weg zu einem abwechslungsreichen Steig ändert. Dieser führt einem auf das Wildalpjoch, einem 1720 Meter hohen Berg in den Bayerischen Alpen, der eher weniger bekannt ist und meistens nur von Einheimischen begangen wird. Hier lassen sich bereits schöne Aussichten genießen. In der Folge wird die Route etwas anspruchsvoller und hier und da sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Alle etwas gefährlicheren Stellen sind aber hinreichend mit Drahtseilen gesichert. Nach etwa zweieinhalb Stunden erreicht man den Gipfel der Hochplatte. Der Abstieg erfolgt durch das schon vorgestellte „Fensterl“. Statt zum Kenzenhaus nach Westen, verläuft die Route in entgegengesetzter Richtung, einen schattigen Hang hinunter und dann auf dem Anstiegsweg zum Ausgangspunkt zurück.

Die Ammergauer Hochplatte ist ein wirklich schöner Berg in der Umgebung von Füssen, der einem abwechslungsreiche Bergtouren durch eine Traumlandschaft ermöglicht.

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