Die Faulenbacher Talrunde

Die 8,6 Kilometer lange Faulenbacher Talrunde führt einen in den Füssener Ortsteil Bad Faulenbach, einer grünen Oase, die so etwas wie der natürliche Kurpark der Stadt ist. Im größtenteils autofreien Faulenbacher Tal befinden sich gleich sechs malerische See und der sogenannte „Pfad der Sinne“, zu dem auch die Faulenbacher Talrunde führt.

Bei der familiengerechten Faulenbacher Talrunde kann man sich auf wunderschöne Landschaftsimpressionen und Naturerlebnisse für alle fünf Sinne freuen. Bei dieser Wandertour lernt man den Füssener Ortsteil  Bad Faulenbach näher kennen, ein Kneippkurort und ein Mineral- und Moorheilbad. Bad Faulenbach stand schon zu Zeiten der alten Römer für Gesundheit und Wellness, denn die wussten bereits die hier vorhandenen Calcium-Sulfat- und Schwefelquellen zu schätzen. Heute gibt es in Bad Faulenbach zahlreiche Gesundheits- und Wellnesseinrichtungen, die alles für das Wohlbefinden ihrer Gäste tun. Herrliche Spazier- und Wanderwege führen durch dieses stille grüne Tal, das etwas versteckt liegt und weitestgehend autofrei ist. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich hier sechs malerische kleine Seen aneinander. Der Mitter- und der Obersee sowie der geheimnisvolle Alatsee am Rande des Tals eignen sich an warmen Sommertagen auch sehr gut zum Baden. Zum Faulenbacher Tal gehört außerdem der Lechfall, der ein beeindruckendes Naturspektakel bietet, bei dem sich tosende Wassermassen bis zu 12 Meter in die Tiefe stürzen.

Naturliebhaber, Erholungssuchende und Wellness-Freunde werden von der Faulenbacher Talrunde begeistert sein. Sie führt durch eine traumhafte Landschaft zu schönen Aussichtspunkten und an einer Kneipp-Anlage vorbei zum Pfad der Sinne, der Naturgenuss für alle fünf Sinne verspricht. Ausgangs- und Zielpunkt dieser 8,6 Kilometer langen Rundtour, für die man etwa 3 Stunden einplanen sollte, ist der Parkplatz Bad Faulenbach. Von hier aus geht es zunächst bergauf über den Ruchtisteig, den Oberen Kobelweg und den Hahnenkopfweg zum Aussichtspunkt „Zwei Seen Blick“. Hier bietet sich einem eine atemberaubende Aussicht über den Alatsee, den Weißensee und und die umliegenden Gipfel der Bergwelt. Hat man diesen lange genug genossen, steigt man zum sagenumwobenen Alatsee hinab, der als Schauplatz verschiedener Allgäu-Krimis überregionale Bekanntheit genießt. Um den Alatsee ranken sich viele Sagen und Mythen. Das Gewässer wird auch als „blutender See“ bezeichnet, da die Wasseroberfläche bei besonderen Lichtverhältnissen leicht rötlich schimmert. Verantwortlich dafür ist eine seltene Purpur-Schwefelbakterienschicht, die sich in 15 Metern Tiefe befindet und deren Ursprung noch nicht ganz geklärt ist. Die Einheimischen berichten von Fabelwesen, die am Ufer des Sees hausen und auch das Gerücht von einem Goldschatz auf seinem Grund hält sich hartnäckig. Vor allem aber ist der Alatsee ein wirklich malerischer und von dichtem Wald umgebener Gebirgssee, der alle Naturliebhaber begeistern wird. An warmen Sommertagen kann man in ihm auch wunderbar baden. Dasselbe gilt für den Ober- und Mittersee, zu denen die Faulenbacher Talrunde als Nächstes führt. Hier gibt es zwei Naturbäder, die ihren Besuchern unter anderem große gemütliche Liegewiesen, Nichtschwimmerbereiche, Spielplätze, Kabinen und Einkehrmöglichkeiten zum gemütlichen Verweilen bei Speis und Tank bieten. Kurz vor dem Obersee und dem Gipsweiher trifft man am Wegesrand auf eine sehr schöne Kneipp-Kuranlage. Sebastian Kneipp war ein bekannter Hydrotherapeut aus dem Allgäu, dessen Lehren sich weltweiter Beliebtheit erfreuen. Kneipp setzt auf die wohltuende Wirkung und die Heilkraft des Wassers. Die Kneipp-Kuranlage im Faulenbacher Tal bietet ein Tretbecken, einen Brunnen, eine Tretwiese und mehrere Umkleidebänke. Noch mehr Wellness für alle Sinne erwartet einen auf dem Pfad der Sinne, der bei der Faulenbacher Talrunde als Letztes auf dem Programm steht. Hier kann man sich auf eine Entdeckungsreise für alle fünf Sinne freuen. Der Pfad der Sinne wurde angelegt, um den Erholungscharakter des Faulenbacher Tals noch stärker erlebbar zu machen. Auf dem Pfad der Sinne gibt es unter anderem einen Balancierpfad, einen Barfußpfad und eine Matschstrecke, die den Sinn des Fühlens herausfordern. Den Gehörsinn sprechen Klanginstrumente, ein Waldtelefon und die natürlichen Naturgeräusche hier an. Der Geschmackssinn wird durch Kräuerbeete am Wegesrand sowie die Calcium-Sulfat-Quelle an der Alatseestraße erlebbar. Den Geruchssinn spricht die vielfältige Alpenflora auf der Fischhauswiese sowie das Schwefelwasser-Tretbecken unterhalb der Kneippwiese an. Die Augen schließlich werden durch verschiedene Aussichtspunkte und einige Überraschungselemente am Wegesrand verwöhnt. Der Pfad der Sinne bietet Wellness im Einklang mit der Natur und es macht wirklich Spaß ihn zu beschreiten. Von ihm aus erreicht man schnell wieder den Ausgangspunkt dieser schönen und abwechslungsreichen Faulenbacher Talrunde.

Die Faulenbacher Talrunde kann man das ganzer Jahr über zurücklegen. Hier erwarten einen schöne Naturimpressionen, unvergessliche Ausblicke und Wellness für alle Sinne. Wer möchte kann diese Wandertour erweitern, indem er vom Nordufer des Alatsees zur Salober-Alm hinauf wandert. Diese gemütliche Berghütte, die man in etwa 45 Minuten erreicht, verwöhnt einen mit deftigen Brotzeiten und leckeren Hüttengerichten. Von ihrer Terrasse aus lassen sich grandiose Tiefblicke hinab ins Tal genießen.

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