Die Alpsee-Plansee-Runde

Die 47,5 Kilometer lange Alpsee-Plansee-Runde gilt als Klassiker unter den Mountainbike-Touren im Ammergebirge. Die Strecke eignet sich nur für geübte Mountainbiker, die eine gute Kondition haben und steile Anstiege nicht scheuen. Auf sie warten bei dieser Mountainbike-Tour wunderschöne Naturimpressionen in einsamen Berggegenden und atemberaubenden Weitblicke auf das Voralpenland. Mehrere Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke sorgen außerdem für kulinarische Genussmomente und die wohlverdienten Pausen.

Die 47,5 Kilometer lange Alpsee-Plansee-Runde bietet alles, was die Herzen von Mountainbikern höher schlagen lässt: Herrliche und abwechslungsreiche Berglandschaften, knackige Anstiege, gemütliche Einkehrmöglichkeiten sowie landschaftliche und architektonische Sehenswürdigkeiten am Wegesrand. Nahezu allgegenwärtig sind bei dieser Tour wunderschöne Ausblicke über das weite Voralpenland mit seinen prächtigen Gipfeln. Der Start- und Zielpunkt der Alpsee-Plansee-Runde, für die man etwa 4 Stunden einplanen sollte, ist die Tourist Information in Füssen. Die Anfahrt nach Füssen kann über die Autobahn A7 oder die Bundesstraßen B16 und B17 erfolgen. Ganz in der Nähe der Tourist Information steht das kostenpflichtige Parkhaus P5 „City/Sparkasse“. Kostenfreie Parkmöglichkeiten stehen in Füssen auf dem Parkplatz P2 „Bundesleistungszentrum für Eishockey“ zur Verfügung, der rund 15 Gehminuten von der Tourist Information entfernt ist. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Allgäu unterwegs ist, erreicht die Tourist Information vom Füssener Bahn- und Busbahnhof aus in circa 5 Gehminuten. Die Mountainbiker sollten für diese Tour neben einem Helm auch einen ausreichenden Trinkvorrat und etwas Geld für die Hütteneinkehr mitnehmen.

Die Mountainbiker schwingen sich bei der Füssener Tourist Information auf ihr Rad und folgen der Sebastianstraße in Richtung Schwangau. Nachdem sie die Radbrücke überquert haben, die parallel zur König-Ludwig-Brücke verläuft und über den Lech führt, halten sie sich rechts und gelangen wenig später nach Hohenschwangau. Hier stehen die weltberühmten Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, die jedes Jahr annähernd 2 Millionen Menschen anziehen, in einer malerischen Berglandschaft. In Hohenschwangau herrscht immer viel Trubel, der weitere Verlauf der Tour führt die Mountainbiker jedoch durch einsame Berggegenden, in denen sie die Naturidylle ganz in Ruhe genießen können. Nachdem die Biker die Bushaltestelle unterhalb der Marienbrücke passiert haben, fahren sie auf der Bleckenaustraße in Richtung Berggasthaus Bleckenau. Zuvor lohnt es sich kurz das Rad stehen zu lassen, um von der Marienbrücke aus einen tollen Ausblick auf Schloss Neuschwanstein und die wildromantische Pöllatschlucht zu genießen.

Der Anstieg zur Bleckenau ist knackig, führt jedoch durch eine malerische Berglandschaft, die jede Menge schöne Naturimpressionen und Ausblicke bereithält. Das Berggasthaus Bleckenau befindet sich auf 1167 Höhenmetern mitten im Naturschutzgebiet Ammergebirge und ermöglicht eine gemütliche Rast bei einer deftigen Brotzeit oder einen kleinen warmen Mahlzeit. Die Bleckenau wurde zwischen 1846 und 1850 im Schweizer Baustil errichtet und war als Geschenk von König Maximilian II. für seine Frau Marie gedacht, die eine begeisterte Alpinistin war. Später diente die Bleckenau Märchenkönig Ludwig II. als Jagdhütte, bevor sie im 20. Jahrhundert zu einem beliebten, bewirtschafteten Einkehrziel für Wanderer und Naturliebhaber wurde. Nach der Einkehr in der Bleckenau geht es zum mit 1431 Höhenmetern höchsten Punkt der Tour, der Jägerhütte. Der für die Viehweiden hier verantwortliche Almhirte bietet bei der Jägerhütte in den Sommermonaten kleine Brotzeiten und erfrischende Getränke an, die nach dem schweißtreibenden Anstieg sicher sehr willkommen sind. Anschließend geht es über den stellenweise unwegsamen Schützensteig weiter zum Plansee. Auf dem Schützensteig gibt es besonders im mittleren Teil einige wirklich schwierig zu fahrende Passagen; es empfiehlt sich, hier unter Umständen vom Rad zu steigen und zu schieben. Die Tour verläuft kurz vor dem Plansee weiter über die Kuhklause zum Urisee. Auf diesem Abschnitt muss das Bike durch eine enge Klamm getragen werden. Ganz hartgesottene Biker machen zwischen Kuhklause und Urisee noch einen Abstecher zur Dürrenbergalm hinauf, die über eine herrliche Sonnenterrasse verfügt und leckere Allgäuer Spezialitäten anbietet.

Im letzten Drittel der Alpsee-Plansee-Runde geht es von Pflach über den Kniepass nach Schluxen. Der Weg über den Kniepass und der Steilhang oberhalb des Gutshof zum Schluxen sind noch einmal durchaus anspruchsvoll. Der Gutshof zum Schluxen war früher ein beliebtes Einkehrziel von König Ludwig II. und kann zu einer letzten Rast angesteuert werden. Die Tour verläuft weiter, am Schwangauer Gitter vorbei, die Fürstenstraße hinauf und am Alpsee vorbei nach Hohenschwangau. Nun geht es wieder, auf derselben Route wie beim Hinweg, nach Füssen zurück. Das heißt, die Biker fahren auf dem Radweg durch Alterschrofen zur Radfahrbrücke, die über den Lech führt, und folgen dann der Sebastianstraße zur Tourist Information in Füssen. Nach der erlebnisreichen Alpsee-Plansee-Runde können die Mountainbiker noch etwas durch die romantische Füssener Altstadt bummeln oder sich in einem der gemütlichen Cafés und Restaurants hier ausruhen.

Geübte Mountainbiker werden die Alpsee-Plansee-Runde lieben, denn sie bietet ihnen eine echte sportliche Herausforderung inmitten einer herrlichen Berglandschaft. Traumhafte Ausblicke auf das Voralpenland, geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten und gemütliche Hütten sorgen zudem für schöne und unvergessliche Urlaubsmomente.


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